Kindertagesstätte St. Stephan

Bechtenwaldstraße 94, 65931 Frankfurt am Main-Zeilsheim

Die Rolle des/der ErzieherIn

Er­zie­herIn­nen sind für Kin­der und El­tern ei­ne wich­ti­ge Be­zugs­per­son. Sie schaf­fen ei­nen ge­schütz­ten Raum in dem Kin­der und El­tern sich wohl füh­len und so an­ge­nom­men wer­den, wie sie sind. Sie sind An­sprech­par­tner für Kin­der, El­tern, und Kol­legIn­nen. Kin­der, El­tern und Kol­legIn­nen kön­nen über Sor­gen und Nö­te wie auch über Er­fol­ge spre­chen und Trost, Mit­ge­fühl oder Hil­fe er­halten.

Die für uns wich­tigs­te Auf­ga­be ei­nes/r Er­zie­herIn ist die Schaf­fung eben die­ses ge­schütz­ten Rau­mes, in dem wir uns als un­ter­stütz­en­de Be­glei­terIn­nen ver­ste­hen, die hel­fen Ide­en um­zu­set­zen bzw. den Kin­dern in kre­a­ti­ver Wei­se neue We­ge – „Wel­ten” – auf­zei­gen. Hier­bei ist er/sie of­fen für Wün­sche, An­re­gun­gen und Be­dürf­nis­se von Kin­dern und Eltern.

In dem ge­schütz­ten Raum wird Ge­bor­gen­heit ver­mit­telt, je­des Kind an­ge­nom­men, wie es ist, zu­ge­hört und auf die Kin­der ein­ge­gan­gen. Es wer­den We­ge zur Selb­stän­dig­keit auf­ge­zeigt und El­tern Hil­fe­stel­lun­gen bei der Er­zie­hung ih­rer Kin­der zu Teil. Der/die Er­zie­herIn ist hier­bei Ver­mitt­ler zwi­schen Kin­dern und El­tern und/oder Be­ra­tungs­stel­len und an­de­ren Ins­ti­tu­ti­o­nen wie Schu­len und Trä­ger. Ge­gen­sei­ti­ger Res­pekt, To­le­ranz und Ver­trau­en ist Grund­la­ge des ge­schütz­ten Raumes.

Der/die ErzieherIn der Profi

Er/sie hat ei­ne pro­fes­si­o­nel­le Aus­bil­dung und den nö­ti­gen Ab­stand zu Kin­dern und El­tern um ei­ne freie Sicht auf die Ent­wick­lung und Le­bens­si­tu­a­ti­on des je­wei­li­gen Kin­des zu ha­ben. Er/sie ist Kin­dern und El­tern ge­gen­über wohl­wol­lend und zu sach­li­cher Aus­ein­an­der­set­zung be­fä­higt und be­reit. Er/sie kann ei­ge­ne Ge­füh­le re­flek­tie­ren und be­nen­nen und ist in der La­ge, ohne sich zu ver­stel­len, auf kon­struk­ti­ve Wei­se mit ih­nen um­zu­gehen.

Der/die Er­zie­herIn ist ein Mensch mit Stär­ken, Schwä­chen und be­son­de­ren Ei­gen­hei­ten. An sei­ner/ih­rer Per­son kön­nen Kin­der er­fah­ren, dass Men­schen Schwä­chen ha­ben und auf kon­struk­ti­ve Wei­se da­mit um­ge­hen. Be­stä­ti­gung und Kri­tik äu­ßert der/die Er­zie­herIn ehr­lich und di­rekt, er/sie soll­te sich nicht ver­stel­len müs­sen und der Si­tu­a­ti­on und dem Kind an­ge­mes­sen re­a­gie­ren. Po­si­ti­ve Be­stä­ti­gung ist er­folg­rei­cher als ne­ga­ti­ve Kritik.

Der/die Er­zie­herIn ga­ran­tiert die Ein­hal­tung von den mit den Kin­dern ver­ein­bar­ten Re­geln. Hier­bei über­trägt er/sie durch Ver­ständ­nis­ver­mitt­lung den gro­ßen Kin­dern ein ge­wis­ses Maß an Ver­ant­wor­tung. Der/die Er­zie­herIn ist für die Kin­der ein wich­ti­ges Vor­bild, da Kin­der viel durch Nach­ah­mung lernen.

Durch die Be­reit­schaft, in­di­vi­du­el­le Un­ter­schie­de po­si­tiv an­zu­se­hen und zu ak­zep­tie­ren, er­fah­ren wir ih­re Wir­kung als er­fri­schend, nütz­lich und ent­las­tend. Schon durch den Al­ters­un­ter­schied und die un­ter­schied­li­chen Le­bens­er­fah­run­gen er­gän­zen und un­ter­stüt­zen wir uns ge­gen­sei­tig. Die ver­schie­de­nen Sicht­wei­sen ge­ben uns die Mög­lich­keit, un­se­re Stär­ken und Schwä­chen zu re­flek­tie­ren und von­ein­an­der zu lernen.

Ar­bei­ten, die wir nicht so ger­ne tun kön­nen ab­ge­ge­ben wer­den, so dass mehr Zeit bleibt, um ei­ge­ne In­ter­es­sen zu ver­fol­gen und un­se­re Stär­ken zur Freu­de al­ler ein­zu­brin­gen. Durch die Mög­lich­keit, sich in un­se­rer mo­men­ta­nen Le­bens­si­tu­a­ti­on nicht lös­ba­ren Kon­flikt­si­tu­a­ti­o­nen, zurück­neh­men zu kön­nen, er­fah­ren wir ei­ne wohl­tu­en­de Ent­las­tung. Die un­ter­schied­li­che Aus­strah­lung und Stär­ke der Kol­legIn­nen wirkt auf uns inspirierend.

In all ih­rem Tun ist je­der/je­de Er­zie­herIn ge­bun­den an Vor­ga­ben durch den Ge­setz­ge­ber, den Trä­ger, die Lei­tung und die vie­len Vor­stel­lun­gen und An­sprü­che, die von Au­ßen an ihn/sie ge­stellt werden.